Buchstaben-Junkie

Nur ein falsches Wort – Hellen May

Februar 15, 2016

Die Fakten

Titel: Nur ein falsches Wort
Autorin: Hellen May
Reihe: Marshall-Reihe
Format: E-Book, Taschenbuch
Verlag: Books on Demand
Veröffentlicht: Juni 2019
Seiten: 236

Meine Bewertung

Der Inhalt

Schauplatz:
Protagonist: Theresa
Die Story ist: Sexy, Humorvoll, Romatisch Dramatisch
Zeit: aktuell

Klappentext

Theresa hilft einem beeindruckenden Fremden, der kein Wort Deutsch spricht, in Hamburg zurück zu seinem Hotel zu finden. Auf ihrem Heimweg bedauert sie dann aber, dass sie nicht einmal nach seinem Namen gefragt hat.


Als sie Luke, wie er sich ihr später vorstellt, am nächsten Tag wiederbegegnet, freut sie sich und nimmt seine Einladung zum Essen gerne an. Dies läuft dann aber nicht so wie erhofft, ebenso wie die Treffen danach, denn sein widersprüchliches Verhalten verwirrt sie. Mal scheint er ihr nahe, nur um im nächsten Moment wieder auf Abstand zu gehen.
Theresas bester Freund Roy, der mitten in seinem Psychologiestudium steckt, kann sich das auch nicht so recht erklären. Er steht ihr aber in jeder Situation bei, vor allem, als sie sich bis über beide Ohren in Luke verliebt, und dann doch am Boden zerstört von einer gemeinsamen Reise mit ihm aus London zurückkehrt.


Theresa versinkt im reinsten Gefühlschaos und die Tatsache, dass ihr ihre Eltern seit deren Scheidung das Leben zusätzlich schwer machen, ist dabei auch nicht gerade hilfreich.

Mein Fazit

Hellen May verzaubert den Leser mit ihren Geschichten und Charakteren. So wundert es auch nicht, dass sie mit „Nur ein falsches Wort“ wieder den Nerv von unzähligen Frauen und bestimmt auch ein paar Männern getroffen hat. Dieses Buch ist wie Zartbitterschokolade mit Chili. Es zergeht auf der Zunge und spart nicht mit Schärfe, Spritzigkeit und ein paar feuchten Augen.

Ich glaube, über ihren Schreibstil brauche ich kaum Worte zu verlieren. Wer bei diesem Buch angekommen ist, wird ihre fesselnden Sätze bereits zu genüge zu schätzen wissen. Hier ist Kopfkino vorprogrammiert. Ein bisschen was muss ich dennoch sagen:
Man fiebert unweigerlich mit. Hofft, bettelt und betet, dass das Traumpaar sich endlich findet und glücklich wird. Dass die zwei Protagonisten bis zum „und wenn sie nicht gestorben sind …“ einiges durchmachen müssen, kommt uns Lesern gerade recht. Auch wenn wir eigentlich nicht so leiden wollen, bis endlich der erfüllende Kuss kommt. Aber wenn wir mal ehrlich zu uns sind, wollen wir genau diese große Portion Drama und Leid. Erst das macht aus einem Roman einen tollen Liebesroman.

Theresa – das deutsche Nordlicht. Ihre Eltern machen ihr das Leben schwer, der notgeile Arbeitskollege versteht kein nein und dann kommt da plötzlich dieser undurchschaubare Amerikaner mit diesem unwiderstehlichen britischen Akzent. Das Leben könnte doch so einfach sein.

Luke – der englische Eigenbrötler. Ruhm und viele nackte Frauen können einen zu einem Menschen machen, der man eigentlich gar nicht sein möchte. Da kann es schon passieren, dass man der Liebe seines Lebens begegnet, es aber gar nicht wahrhaben möchte.

Manchmal müssen einfach zwei unterschiedliche Welten aufeinandertreffen, um zu einem neuen Planeten zu werden.
Diese Geschichte ist ein tolles Finale für die Marshall-Reihe und gibt dem Ganzen einen runden Abschluss. Es passt eben doch auf jeden Topf ein Deckel. Manche suchen nur etwas länger danach.

Jetzt warten wir gespannt, was Hellen als Nächstes aus ihrem Hut zaubert.